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Buddhistischer Ansatz zur Zielsetzung: Ziele auf sinnvollere Weise erreichen

Ziele setzen ist einfach sollte man meinen. Und irgendwie stimmt das auch. Nur bleibt das Erreichen der Ziele dann doch oft aus. Also scheint irgendwas von Zielsetzung bis Zielerreichung schiefzugehen. Der Grund ist hierfür häufig Recht einfach: wir wissen nicht wie man die richtigen Ziele setzt und wie man dann auf diese hinarbeitet.

Es gibt unzählige Methoden und du hast vielleicht schon etliche durchprobiert. Und vielleicht fragst du dich auch warum genau diese Methode jetzt Erfolg bringen soll, wo die Methoden anderer (und kompetenterer) Personen scheitern. Nun, unsere Methode basiert auf der buddhistischen Philosophie. Diese Philosophie gibt es schon seit Jahrhunderten (sie ist etwa 2500 Jahre alt) und hat schon vielen Menschen geholfen, ihre Ziele auf eine sinnvollere Weise zu erreichen. In diesem Blogbeitrag erklären wir, was der buddhistische Ansatz zur Zielsetzung ist, wie du ihn in deinem eigenen Leben anwenden kannst und welche Vorteile du davon erwarten kannst. Wir werden auch auf die Nachteile dieses Ansatzes eingehen und natürlich auch unsere Methode vorstellen, die wir für dich extrahiert haben: C.A.L.M.

Was ist die buddhistische Philosophie für Ziele

Der buddhistische Ansatz zur Zielsetzung basiert auf der Philosophie des Buddhismus. Diese Philosophie lehrt, dass alle Wesen das Potenzial haben, das Nirvana zu erreichen, einen Zustand des vollkommenen Friedens und der Glückseligkeit. Um das Nirvana zu erreichen, musst du zunächst alle deine Wünsche und Anhaftungen loslassen. Aber schon bevor du das Nirvana erreichst, kannst du dich auf deine Ziele konzentrieren und sie auf eine friedlichere und ganzheitlichere Weise erreichen.

Lassen Sie uns nun einen genaueren Blick darauf werfen, wie Sie das tun können.

Wie kannst du das auf dein eigenes Leben anwenden

Diese buddhistische Philosophie kannst du auf dein eigenes Leben anwenden, indem du dir Ziele setzt, die auf dem basieren, was du erreichen willst, und nicht auf dem, was du denkst, dass du erreichen solltest.

Klang beides ziemlich gleich? Ist es aber nicht.

Lass mich erklären.

Wenn du zum Beispiel abnehmen willst, sollte dein Ziel sein, gesünder zu werden und nicht, auf eine bestimmte Art und Weise auszusehen. Wenn du dich auf dein gewünschtes Ergebnis konzentrierst, ist es wahrscheinlicher, dass du es auf eine sinnvollere Weise erreichst. Oftmals bekommst du trotzdem das, was du von vornherein wolltest.

Hört sich gut an? Finde ich auch.

Inspiriert von der buddhistischen Philosophie haben wir außerdem einige praktische Schritte zu einem leicht zu merkenden System geformt, das du benutzen kannst, um dir die Dinge zu erleichtern:

Check: Identifiziere dein Ziel. Mehr als alles andere solltest du die Dinge durchdenken. Meistens denken wir, dass bestimmte Dinge oder Situationen unsere Ziele sind, während sie eigentlich das sind, was wir uns von diesen Dingen oder Situationen erhoffen. Sobald du dein wahres Ziel kennst, geht es mir dem nächsten Schritt weiter.

Wie kannst du dir diesen Schritt merken? Stell dir vor, du bewertest ein Ziel mit Hilfe einer Checkliste. Wenn du willst, kannst du dir außerdem vorstellen, dass du das Ziel auf eine Hebebühne stellst – genau wie ein Auto.

Anker: Meditiere über dein Ziel. Verzichte auf sofortiges Handeln, denn das kann zu falschen Handlungen führen. Und das geht am besten, indem du meditierst. Der Grund ist, dass dich Meditation erst einmal innehalten lässt und dir Halt gibt. Sobald du von Ruhe erfüllt bist, ist es Zeit für den nächsten Schritt.

Ein Anker ist ein großartiges Bild, um diese Schritt zu visualisieren. Der Anker hält dich in der gewünschten Position.

Layout: Gestalte deinen Plan. Es ist leicht, aktiv zu werden, ohne richtig geplant zu haben. Und wie Benjamin Franklin schon sagte: „Wer nicht plant, plant zu scheitern.“ Ein ordentliches Layout kann viel bewirken.

Wie sieht das richtige Layout aus? Das hängt sehr von der Art deines Ziels ab, aber einige Grundsätze gibt es:

  • Je größer dein Ziel desto kleiner die Zwischenschritte
  • Überlege dir auf was zu verzichten ist, um das Ziel zu erreichen (Abnehmen? Weniger Leckereien, Bessere Noten? Weniger Social Media, usw.). Das ist der buddhistische Teil mit dem loslassen (genannt die dritte noble Wahrheit)
  • Überlege dir was du brauchst, um die Schritte absolvieren zu können.
  • Denke darüber nach, was für Vorteile dir noch entstehen, wenn du dein Ziel erreichst. Es gibt kaum ein Ziel, dass nicht noch etwas positives mit dich bringt. Und das erhöht den Reiz am Ziel.
  • Schaue, dass sie ersten Schritte leicht zu bewältigen sind. Das motiviert und hilft dir Momentum aufzubauen.

Mach: Mache die Schritte, die du geplant hast. Wenn du herausgefunden hast, was du tun musst, dann tu es. Es sollte relativ einfach sein, da du es in überschaubare Schritte unterteilt hast.

Jetzt ist es an dir, deine Schritte abzuarbeiten. Genieß deinen Prozess. Und dokumentiere ihn. Es ist ein tolles Gefühl auf geschafftes zurückzuschauen. Das lehrte auch der antike Philosoph Seneca, wie du anhand von diesem kurzen Artikel erfährst.

Hier nochmals kurz und knapp für dich zusammengefasst. 🙂

Das nächste Mal, wenn du ein Ziel hast, denk einfach an C.A.L.M.

Oh und mach dich nicht fertig, wenn etwas schief geht. Du kannst entweder das Ziel loslassen (ja, auch das ist eine Option) oder – wenn es wichtig ist – du kehrst zu den Schritten A.L.M. zurück und versuchst es erneut.

Was sind Vorteile dieses Ansatzes?

Neben dem Erreichen deiner Ziele selbst, gibt es noch viele andere Vorteile, wenn du den buddhistischen Ansatz zur Zielsetzung verwendest.

Einer der wichtigsten ist, dass das Loslassen von Anhaftungen und Wünschen, die dich am Erreichen deiner Ziele gehindert haben, dein Leben insgesamt freier macht. Das kann sehr hilfreich sein, wenn du viele negative Gefühle oder Verhaltensweisen hast, die dich zurückhalten. Indem du diese Dinge loslässt, kannst du dich sogar auf deine Ziele konzentrieren und sie auf eine positivere Weise erreichen.

Ein weiterer Vorteil dieses Ansatzes ist, dass er dir helfen kann, mehr Sinn in deinem Leben zu finden. Wenn du dir Ziele setzt, die auf dem basieren, was du erreichen willst, und nicht auf dem, was du glaubst, erreichen zu müssen, wirst du eher Sinn und Zweck in deinem Leben finden. Das kann sehr hilfreich sein, wenn du das Gefühl hast, dass du dein Leben nicht wirklich in vollen Zügen lebst.

Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wie du den Sinn deines Lebens findest, könnte das japanische Prinzip des Ikigai genau das Richtige für dich sein.

Gibt es irgendwelche Nachteile bei diesem Ansatz

Der buddhistische Ansatz zur Zielsetzung hat auch einige Nachteile.

Aber Spoiler-Alarm: keine großen.

Die wohl am auffallendste ist, dass es unter Umständen lange dauern kann, bis du deine Ziele erreichst. Das liegt daran, dass du mehr und mehr Anhaftungen und Wünsche loslassen musst, bevor du dich auf dein Ziel konzentrieren kannst. Wenn du nicht geduldig bist, ist dieser Ansatz vielleicht nichts für dich.

Ein weiterer Nachteil dieses Ansatzes ist, dass es schwierig sein kann, buddhistische Lehrer/innen oder Mentor/innen zu finden, sie aber manchmal (beispielsweise für sehr große gesetzte Ziele), braucht. Dass man nur schwierig Lehrer/innen oder Mentor/innen findet, liegt daran, dass der Buddhismus in der westlichen Welt nicht so populär ist wie andere Religionen und es daher nicht so viele Menschen gibt, die damit vertraut sind. Wenn du diesen Ansatz zur Zielsetzung nutzen willst, musst du vielleicht selbst recherchieren oder einen buddhistischen Lehrer oder Mentor finden, der dir helfen kann. Natürlich kannst du dich aber auch einfach mit Gleichgesinnten austauschen . Zum Beispiel uns auf Instagram:

Kann man buddhistische und nicht-buddhistische Ansätze zur Zielfindung mischen

Schließlich ist es wichtig zu wissen, dass du buddhistische Philosophie und nicht-buddhistische Ansätze zur Zielsetzung mischen kannst. Du könntest dir zum Beispiel das Ziel setzen, gesünder zu werden, und dann buddhistische Prinzipien anwenden, um dieses Ziel zu erreichen. Das ist kein Entweder-Oder; du kannst beide Ansätze zur Zielsetzung nutzen und viele Menschen finden, dass sie damit erfolgreicher sind.

Wenn du nach einem sinnvolleren Weg suchst, deine Ziele zu erreichen, könnte der buddhistische Ansatz zur Zielsetzung das Richtige für dich sein. Bedenke, dass es einige Zeit dauern kann, bis du dich an diesen Ansatz gewöhnt hast, und du musst vielleicht selbst recherchieren oder einen buddhistischen Lehrer oder Mentor finden, der dir hilft. Wenn du jedoch bereit bist, dich anzustrengen, wirst du feststellen, dass dieser Ansatz dir helfen kann, deine Ziele auf eine friedlichere und ganzheitlichere Weise zu erreichen.

Okay, das war’s. Wir hoffen, dass du mit den C.A.L.M. Prinzip viel Erfolg haben wirst. Es ist natürlich kein Garant, um Ziele zu erreichen, aber die Erfolge sind beeindruckend und die Anwendung entspannt – wie man es von der buddhistischen Philosophie kennt.

Wenn dich der Buddhismus näher interessiert findest du hier einen Artikel über den Begründer: Gautama Buddha: wer und wie war er wirklich?

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