Wie Alan Watts sein Geld verdiente


Alan Watts war ein britischer Philosoph, der über die Überschneidung östlicher und westlicher Philosophien schrieb. Er war auch einer der ersten, der den Zen-Buddhismus im Westen bekannt machte. Wie hat Alan Watts sein Geld verdient?

Den größten Teil seines Einkommens verdiente Alan Watts mit Vorträgen und Tantiemen aus seinen zahlreichen Büchern. Er war ein beliebter Redner an Hochschulen und Universitäten und hielt Vorträge auf der ganzen Welt. Zusätzlich zu seinen Vortragshonoraren verdiente Alan Watts auch an den Tantiemen für seine mehr als 25 Bücher, die in viele verschiedene Sprachen übersetzt wurden.

Watts‘ sprach wiederholt von seinem einfachen Leben und in der Tat war Alan Watts für seinen einfachen Lebensstil bekannt. Er lebte in einem kleinen Haus in Mill Valley, Kalifornien, und fuhr einen alten Volkswagen Käfer. Er besaß weder schicke Kleidung noch teuren Schmuck. Stattdessen gab er sein Geld für Dinge aus, die ihm wichtig waren, wie Bücher und Reisen.

Andere Stimmen sagen, er haushaltete mit seinem Geld nicht sonderlich gut und er musste Gegen Ende seines Leben mehrere Vorträge pro Woche halten, um genug Geld für seinen Lifestyle und den Unterhalt seiner Kinder zu finanzieren.

Eine definitve Antwort gibt es daher nicht, wie Watts‘ mit seinem Geld umging (und das war auch berechtigterweise seine eigene Sache). Wie er finaziellen Erfolg fand, lässt sich hingegen eindeutig aufzeigen:

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Watts‘ Weg zum finanziellen Erfolg

Alan Watts wurde 1915 in England geboren und wuchs in einer Familie mit bescheidenen Mitteln auf. Sein Vater arbeitete als Angestellter bei der Anglo-Persian Oil Company und seine Mutter war Hausfrau. Trotz ihrer bescheidenen Verhältnisse ermutigten Alans Eltern ihn, seinen Interessen nachzugehen und eine Ausbildung zu machen. Er studierte sowohl am King’s College London als auch am Seabury-Western Theological Seminary und wurde schließlich Pfarrer der anglikanischen Kirche.

Erst in den 1950er Jahren wurde Alan als Autor und Redner über östliche Philosophie, insbesondere den Zen-Buddhismus, bekannt. Sein erstes Buch The Wisdom of Insecurity (Die Weisheit der Unsicherheit) wurde 1951 veröffentlicht und war sofort ein Bestseller. In den nächsten Jahrzehnten schrieb er mehr als 20 Bücher zu Themen wie Philosophie, Religion, Psychologie und Zen-Buddhismus und hielt Hunderte von Vorträgen in der ganzen Welt. Seine Einkünfte aus öffentlichen Auftritten waren beträchtlich, da er sehr gefragt war und daher oft hohe Honorare erhielt. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere hielt er bis zu vier Vorträge pro Woche.

Auf dem Höhepunkt seiner Karriere hielt er bis zu vier Vorträge pro Woche.

Diese hohen Honorare kamen bei einigen Leuten nicht gut an und wurden kritisiert.

In einem Interview mit der Zeitschrift Playboy im Jahr 1973 wurde Alan mit den Worten zitiert:

„Ich bekomme die höchste Gage, die ich bekommen kann, und die Leute sagen: ‚Du bist doch nur auf Geld aus‘. Ich sage: ‚Das geht dich nichts an.‘ Denn ich verschenke das meiste davon, weil meine eigenen Bedürfnisse sehr einfach sind, obwohl ich gutes Essen genieße, nicht einmal einen Fernseher besitze und ein sehr einfaches Leben führe. Aber ich habe genug und genug ist so gut wie ein Festmahl.“ 

Alan Watts

Eine weitere Einnahmequelle für Watts war die Produktion von Videovorträgen / Fernsehproduktionen. Ob er daran Tantiemen verdiente oder die Rechte an die Studios verkaufte, konnte nicht geklärt werden.

Alan hat bis zu seinem Tod im Jahr 1973 weiter geschrieben und gesprochen. Er hinterließ ein Vermächtnis an Weisheit, das noch heute von vielen verehrt wird. Mehrere seiner Bücher werden noch heute gedruckt und verkaufen sich jedes Jahr in tausenden Exemplaren.

Das geschätzte Nettovermögen von Alan Watts

Watts‘ Nettovermögen zum Zeitpunkt seines Todes könnte im unteren Millionenbereich gelegen haben. Es gibt keine gesicherte Zahl zu Alan Watts‘ Nettovermögen. Die angegebenen Zahlen, die man online findet, variieren stark und scheinen alle keine seriöse Quelle zu haben. Deshalb soll hier keine genauere Zahl genannt werden.

Abschliessende Gedanken

Alan Watts war ein bekannter Philosoph und Schriftsteller, der den größten Teil seines Einkommens mit Vorträgen und Tantiemen aus seinen vielen Büchern verdiente.

Obwohl er einen viel üppigeren Lebensstil hätte führen können, entschied er sich für ein einfaches Leben und verwendete einen Großteil seines Geldes für Dinge, die ihm am Herzen lagen – beispielsweise um die Druid Heights Community mitzufinanzieren.

Hatte er das recht so kräftig zur Kasse zu bitten um ihn für Reden zu buchen?

Meiner Meinung nach hatte er das definitiv und ich möchte mit einem Zitat von Seneca schließen, das recht schön erläutert, wieso ein Philosoph nicht in bitterer Armut leben muss:

„Hört also auf, den Philosophen den Besitz von Geld zu verbieten; niemand hat die Weisheit zur Armut verdammt. Der Philosoph wird reichlich Reichtum besitzen, aber dieser wird niemandem entrissen worden sein, noch wird er mit dem Blut eines anderen befleckt sein – Reichtum, der ohne Schaden für irgendjemanden erworben wurde, ohne unlauteren Handel, und der Aufwand dafür wird nicht weniger ehrenvoll sein als sein Erwerb; er wird niemanden zum Klagen bewegen, außer die Boshaften.“

Lucius Annaeus Seneca

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