„Es gibt nichts außerhalb von dir…“ – M. Musashi: Sich selbst voranbringen


Es gibt viele kluge Zitate und oft klingen sie wie eine eher belanglose Floskel. Aber das heißt nicht, dass sie viel Wahrheit und großen Nutzen inne haben – wenn wir sie beherzigen. Dieses Zitat von Miyamoto Musashi gehört genau in diese Kategorie. Aus der Zeit der Samurai stammend hat es daher noch heute Relevanz:

Es gibt nichts außerhalb von dir, dass dich dazu bemächtigt, stärker, reicher, schneller oder klüger zu werden. Alles ist in dir. Alles existiert. Suche nichts außerhalb von dir selbst.

Miyamoto Musashi

Wir werden uns in diesem Artikel damit beschäftigen, was dieses Zitat vermittelt. Vielleicht kommt dir sogar noch eine ganze andere Bedeutung in den Sinn.

Was Miyamoto’s Zitat bedeutet

Das Zitat „Es gibt nichts außerhalb von dir…“ von Miyamoto Musashi soll uns erinnern, dass alles, was uns in unserer Entwicklung voran bringen kann, bereits in uns liegt und nichts außerhalb von uns. Es ruft auch dazu auf sich nicht von äußeren Umständen ablenken zu lassen und erst recht nicht zu versuchen, für seine persönliche Entwicklung in der Umwelt zu suchen.

Sondern eben nur in uns selbst.

Wir schauen uns weiter unten an, was dieses Zitat speziell in westlich geprägten Ländern bedeuten kann.

Zuerst möchten wir aber kurz anschauen, wer dieser faszinierende Mann war, dessen Philosophie die Jahrhunderte überdauert und immer mehr Anklang findet.

Wer war Miyamoto Musashi

Miyamoto Musashi, der im 17ten und 18ten Jahrhundert in Japan lebte, war ein Rōnin (ein umherwandernder Samurai) und entsprechend praktizierte er gewisse Lehren. Besonders Zen Buddhismus prägte sein Denken und Handeln. Er gilt als großer Philosoph und seine Überzeugungen haben ihm viel Erfolg und Anerkennung eingebracht. So viel, dass seine Lehren heute auch in der westlichen Welt bekannt sind.

Sein bekanntestes Werk ist das Gorin no Sho, welches bei uns oft unter dem Namen „Buch der fünf Ringe“ zu finden ist, welches genau das ist, welches meine erste Berührung mit Musashi’s Philosophie war.

Aus diesem Buch stammt auch dieses Zitat, das übrigens 1643 geschrieben wurde.

Als Rōnin war Musashi ein herrenloser Samurai, der entsprechend der gesellschaftlichen Regeln für diese Art Samurai den Großteil seines Lebens allein und ohne Zugehörigkeit zu einem Clan verbrachte.

Er war ebenfalls ein enorm talentierter Schwertkämpfer und soll Überlieferungen zufolge 60 Duelle mit Tötungsabsicht überlebt haben.

Wie kam Musashi zu diesem Zitat

Miyamoto Musashi’s Leben war entsprechend der Umstände eines Rōnin davon gezeichnet überwiegend allein und meist niemandem zugehörig zu sein, weshalb es naheliegend war, dass er sich viel mit sich selbst beschäftigte.

Durch das Streben nach der Perfektion der Schwertkunst, und dem praktizieren von Zazen, einem Hauptbestandteil des Zen-Buddhismus, stammte eine gewisse Selbstverständlichkeit, aktiv nach einem besseren Selbst zu streben. Und das in vielen Bereichen, was sich auch in der Aufzählung widerspiegelt:

  • stärker
  • reicher
  • schneller
  • klüger

Das aktive Streben nach einem besseren Selbst und das Hohe Maß der Hingabe an dieses Ziel ist typisch für Japan – insbesondere in der vorindustriellen Zeit.

Die Überlieferungen beschreiben Musashi jedoch, als selbst für diese Umstände außergewöhnlich ambitioniert, welche er im späteren Verlauf seines Lebens an seine Schüler weitergab.

Er schrieb diese Worte am Ende seines Leben im Buch „Gorin no Sho“ nieder.

Die Anwendung des Zitats in der westlichen Welt

In der westlichen Welt liegt der Fokus auf Möglichkeiten für ein besseres Selbst oft auf äußeren Umständen. Beispielsweise die Wahl einer guten Universität oder Ausbildungsstätte, von welcher wir uns erhoffen, als ein besseres Ich hervorzugehen.

Auch wenn ein solcher äußerer Umstand begünstigend sein kann und auch für Samurai wie Musashi als Idee nicht fremd waren, so macht dieses Zitat von Musashi doch sehr deutlich, dass das Potential zur Weiterentwicklung seiner Auffassungsgabe ausschließlich in uns selbst begründet ist.

Hieraus lässt sich meiner Meinung nach ein enormer Vorteil gegenüber den üblichen auswärts gerichteten Ansätzen ziehen, die bei uns vorherrschen.

Der Hauptgrund hierfür ist, dass man sich stärker in die Verantwortung nimmt. Liegt alles in dir selbst, kannst du nichts und niemanden anderes für mögliche Schwierigkeiten oder Rückschläge verantwortlich machen.

Aber auch die Tatsache, dass du deine Energie auf das lenkst, was du tatsächlich komplett kontrollieren kannst:

Dich selbst. Seien es Gefühle oder Gedanken.

Zumindest in der Theorie. Denn sich komplett zu kontrollieren ist bekanntermaßen schwierig bis unmöglich. Doch hast du alles in dir, um dich diesem Ideal immer mehr zu nähern und damit alle anderen deiner Fertigkeiten zu perfektionieren.

Weitere Erkenntnisse aus dem Zitat ziehen

Ich möchte dich dazu ermutigen, dieses Zitat mehr als nur einmal zu lesen. Genauer gesagt empfehle ich dir, es oft zu lesen. Nicht direkt hintereinander – wobei auch das bereichern könnte – ich meine eher immer wieder.

Du wirst feststellen, dass du es mit der Zeit, auf immer neue Bereiche deines Leben anwenden können wirst.

Zum einen jeweils auf die aktuellen Umstände, aber zum anderen eben auch auf viel Erlebtes aber auch und alles was du seit dem letzten Mal.


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