Miyamoto Musashi über Fixierung und den Fluß der Dinge


Es gibt etliche Zitate aus den fern-östlichen Philosophien, die ein starke Faszination auf uns Menschen im Westen ausüben. Dieses Zitat von Miyamoto Musashi ist eines davon:

„Fixierung ist der Weg zum Tod. Das Fließende ist der Weg zum Leben.“

– Miyamoto Musashi

Was wollte der im sechzehnten Jahrhundert geborene Samurai, mit dieser Aussage zum Ausdruck bringen?

Dieses Zitat weißt darauf hin, dass die Dinge im Leben nicht statisch sind. Alles erfährt permanent Veränderung. Es ist daher selbstzerstörerisch den Anspruch zu haben, die Dinge als unveränderlich zu erwarten oder anzustreben. Stattdessen braucht es das Bewusstsein, dass sich alles in einem steten Wandel befindet.

Man könnte also die Parallele zum „Die einzige Konstante im Universum, ist die Veränderung“ des griechischen Philosophen Heraklit ziehen, der diese Worte vor mehr als zweieinhalb Tausend Jahren fand.

Besonders in der westlichen Kultur ist es aber stark verwurzelt, dass die Menschen in Begriffen wie Erschaffen und Erhalten denken. Gott hat die Welt erschaffen und so ist und bleibt sie.

Auf diesen Kreationismus (welcher sich vom lateinischen „creatio“, also Schöpfung ableitet), der dem fern-östlichen Entstehen gegenübersteht, ging Alan Watts immer wieder ein und wiess darauf hin, dass diese Diskrepanz im Verständnis der Dinge, der Grund ist, wieso wir im Westen fern-östliche Lehren oft nicht in ihrer Gänze verstehen.

Das östliche „Aus-sich-sebst-sein“ gegenüber dem westlichen „Erschaffen-werden“.

Das wird dir schnell bewusst wenn, du dir die biblische Schöpfungsgeschichte ansiehst. Es gibt in ihr eine Art Architekt, der die Dinge plant und auch ausführt. Es werden Himmel und Erde geschaffen. Land und Meer. Pflanzen und Bäume. Und schließlich Tier und Mensch. Jemand oder etwas hat all das kreiert.

Im Daoismus oder dem Buddhismus ist es eine Entstehungsgeschichte. Die Dinge passieren aus sich selbst heraus. Ohne Mühe und Aufwand. Einfach weil es in ihrer Natur liegt, zu passieren.

Wenn wir also die Erwartungshaltung haben, das alles erschaffen wurde – gleich wie ein Gebäude, errichtet wird – dann passiert es leicht, dass wir erwarten, dass die Dinge bleiben wie sie sind.

Doch das ist ein Trugschluss. So wie auch ein Gebäude dem Zahn der Zeit ausgeliefert ist, sind es alle Dinge. Nichts verharrt tatsächlich im Stillstand. Auch wenn es aus unserer Perspektive oft so scheinen mag. Und eben auch, wenn wir das gerne von Dingen möchten.

Tun wir es dennoch und lehnen den Fluss der Dinge ab und ignorieren ihn, so ist es, als lehnen wir die eigentliche Natur allen Seins ab.

Das ist gleichbedeutend, mit dem Ablehnen, des Lebens selbst. Veränderung ist elementar. Veränderung ist Leben.

Veränderung akzeptieren und selbst davon profitieren

Lukas hat einen Artikel über, die persönlichen Nachteile geschrieben, die du hast, wenn du and deinem jetzigen Persönlichkeitsstand vehement festhältst und nicht bereit bist, das gewaltige Potential zu nutzen, dass durch der Bereitschaft zur Veränderung vor dir liegt. Diesen Artikel über das loslassen, was du bist, um zu werden was du sein könntest findest du hier:

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