Zitate verstehen: „Akzeptiere alles so wie es ist.“ M. Musashi


Hinter diesen Worten steckt sehr viel mehr als nur eine schnöde Floskel. Miyamoto Musashi hat ihnen nicht umsonst viel Bedeutung zukommen lassen.

Nur weil etwas im ersten Moment banal klingt, sollten wir es nicht einfach abtun und genau so ist es auch mit diesem Zitat, des japanischen Schwertmeisters und Zen-Buddhisten:

„Akzeptiere alles so wie es ist.“

Miyamoto Musashi

Es ist ein gängiges Konzept, dass die Dinge sind, wie sie eben sind. Soweit nichts neues. Aber:

Das Zitat zielt besonders auf die menschliche Tendenz ab, dass wir uns oft wegen Dingen verrückt machen, die wir nicht ändern können.

Vielleicht kennst du das von dir selbst.

Es gibt aber ein Problem dabei. Dich wegen Dingen, die man nicht verändern kann, verrückt zu machen, stellt eine immense Verschwendung deiner Energie dar und kann dich im schlimmsten Fall sogar krank machen.

Das ist nicht nur meine Meinung, sondern das Ergebnis einer norwegischen Studie: Ängste und Sorgen können nachweislich krank machen.

Zusammenfassend kann das Zitat, als Mahnung verstanden werden, eine ruhige beherrschte Reaktion auf die Umstände zu haben, die hilft den eigenen Fokus richtig zu legen und mit Fleiß und Ausdauer nach seinem Besten zu streben.

Was genau ist Akzeptanz?

In der Philosophie wird Akzeptanz oft als das Annehmen von Handlungsmustern und Bedeutungen verstanden, die man für sich selbst als ganzheitlich annimmt und aus denen man das eigene Handeln rechtfertigt.

Besonders in schwierigen Zeiten kann die Distanzierung, von einem Streben nach Kontrolle über alle Umstände, zu mehr Entspannung führen. Auch kann es helfen seine Energie auf beinflussbare Punkte zu lenken.

Die Bedeutung von Akzeptanz in Musashi’s Leben

Die Rechtfertigung des eigenen Handeln, durch das Annehmen von Handlungsmustern und Bedeutungen ist höchst spannend, wenn man sich vor Augen hält, dass Miyamoto Mushashi’s erste Lebenshälfte von Tod und Gewalt geprägt war – wie das gesamte damalige Japan (Azuchi-Momoyama-Epoche genannt).

Auch wenn er sich erst später verstärkt mit dem Zen-Buddhismus ausseinandersetzte, überrascht es nicht, dass seine Akzeptanz der Dinge, das Töten anderer rechtfertigte, da dieses in der Philosophie der Samurai verankert war.

Randnotiz Falls dir das Wort „Bushido“ („Weg des Kriegers“) durch den Kopf geschossen ist: der Verhaltenskodex der Samurai unter diesem Namen ist in der deutlich friedlicheren Edo-Epoche, erst nach Musashi’s Tot aufgekommen.

Das Zitat von Miyamoto Musashi ist also kein philosophischer Gedanke, den er begründet hat. Es ist vielmehr ein Bestandteil, der in den Lehren der Samurai und im Zen-Buddhismus häufig zu finden war. Somit ist es nicht überraschend, dass der Samurai und praktizierende Zen-Meister diese Worte als besonders bemerkenswert erachtete und niederschrieb.

Es wird im Leben und Handeln Musashi’s deutlich, dass Akzeptanz, nicht gleichbedeutend ist mit Passivität. Besonders in seinem Werk „Gorin no Sho“ (dem Buch der fünf Ringe) macht er deutlich, dass Gelegenheiten im Kampf und im Leben genutzt werden müssen.

Falls dich Miyamoto Musashi’s Philosophie nähere interessiert findest du hier einen weiteren Artikel über eines seiner Zitate über Persönlichkeitsentwicklung.

Du findest auch mehrere Bücher seiner Lehren.

Das wohl berühmteste ist wohl das „Gorin no Sho“ das Buch der Fünf Ringe, dass du ohne Probleme online bestellen kannst (z.B. hier bei buecher.de).

Es gibt auch eine gute Version auf Audible die ich immer mal wieder höre.

Die Version auf diesem Bild stammt aus einem Band über Japanische Philosophie:


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